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Liquidation

Liquidation einer GmbH: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie löse ich meine GmbH ordnungsgemäss auf? Der komplette Prozess erklärt.

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Online Notariat Team

25. Februar 2026

10 Min. Lesezeit← Alle Beiträge

Eine GmbH zu gründen ist nur die eine Seite – sie auch ordnungsgemäss wieder aufzulösen, die andere. Die Liquidation einer GmbH folgt einem klar geregelten Prozess. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch alle Phasen.

Wann ist eine Liquidation sinnvoll?

Es gibt verschiedene Gründe, eine GmbH aufzulösen:

  • Erreichen oder Wegfall des Gesellschaftszwecks
  • Pensionierung der Gesellschafter
  • Wirtschaftliche Schwierigkeiten oder Geschäftsaufgabe
  • Umstrukturierung oder Fusion mit einer anderen Gesellschaft
  • Persönliche Gründe der Gesellschafter

Der Liquidationsprozess in 7 Schritten

Schritt 1: Auflösungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung beschliesst die Auflösung der GmbH mit qualifizierter Mehrheit (meist 2/3 der Stimmen). Der Beschluss muss notariell beurkundet werden. Gleichzeitig werden ein oder mehrere Liquidatoren bestimmt – in der Regel die bisherigen Geschäftsführer.

Schritt 2: Eintragung im Handelsregister

Die Auflösung wird ins Handelsregister eingetragen. Die Firma wird ab diesem Zeitpunkt mit dem Zusatz "in Liquidation"geführt (z.B. "Muster GmbH in Liq."). Dieser Zusatz muss auch in der Korrespondenz und auf Rechnungen verwendet werden.

Schritt 3: Schuldenruf

Der Liquidator muss die Gläubiger im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) zur Anmeldung ihrer Forderungen aufrufen – dreimal in bestimmten Abständen. Bekannte Gläubiger werden zusätzlich direkt angeschrieben.

Schritt 4: Sperrjahr

Nach dem dritten Schuldenruf beginnt das gesetzliche Sperrjahr – eine Mindestwartezeit von 12 Monaten, in der allfällige Gläubiger ihre Forderungen anmelden können. Das Sperrjahr kann auf 3 Monate verkürzt werden, wenn alle Schulden nachweislich beglichen sind und ein Wirtschaftsprüfer dies bestätigt.

Schritt 5: Verwertung und Begleichung

Während der Liquidationsphase werden alle Vermögenswerte verwertet (Verkauf von Inventar, Einzug von Forderungen) und alle Schulden beglichen. Auch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge müssen vollständig bezahlt sein. Sie benötigen entsprechende Bescheinigungen von Steuerbehörden und Ausgleichskasse.

Schritt 6: Schlussbilanz und Verteilung

Nach Ablauf des Sperrjahres und der Begleichung aller Verbindlichkeiten erstellt der Liquidator die Schlussbilanz. Das verbleibende Reinvermögen wird gemäss den statutarischen Bestimmungen oder gesetzlichen Regelungen an die Gesellschafter verteilt – meist im Verhältnis ihrer Stammanteile.

Schritt 7: Löschung im Handelsregister

Nach Verteilung des Reinvermögens beantragt der Liquidator die Löschung der GmbH im Handelsregister. Mit der Löschung erlischt die GmbH endgültig als juristische Person. Die Buchhaltungsunterlagen müssen jedoch noch 10 Jahre aufbewahrt werden.

Wie lange dauert eine Liquidation?

Die Mindestdauer beträgt rund 12 Monate aufgrund des Sperrjahres. Bei einer vereinfachten Liquidation kann die Sperrfrist auf 3 Monate verkürzt werden. Insgesamt sollten Sie also mit 3–12 Monaten rechnen.

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